독일 비틀즈 발견자 호르스트 파셔의 애도
Hamburg – [–>Er holte die Beatles auf die Reeperbahn und legte damit den Grundstein für ihren Welterfolg. Hamburg trauert um Horst Fascher († 90). Der Mitbegründer des legendären Star-Clubs ist gestorben.
Sein Name wird für immer mit vier jungen Musikern aus Liverpool verbunden bleiben. Sein Bruder Uwe Fascher (86) bestätigte BILD den Tod: „Er ist am 31. Oktober friedlich im Heim eingeschlafen. Paul McCartney war immer sein Liebling, er hat bis zuletzt immer von dieser Zeit geschwärmt.“
Die Beatles 1962 im Star-Clubs: John Lennon (damals 22), George Harrison (damals 19) und Paul McCartney (damals 20, v.l.). 1977 erschien das Album „The Beatles Live! at the Star Club in Hamburg“, das an die Zeit erinnerte
Die Beatles traten für 500 Mark pro Woche auf
Fascher war Mitbegründer und Geschäftsführer des Star-Clubs, außerdem kümmerte er sich als Booking-Manager um die Künstler. Am 22. Januar 1962 wurde der Vertrag unterschrieben, der die Beatles in den Hamburger Star-Club brachte – zwischen Horst Fascher und Beatles-Manager Brian Epstein (†32). Vom 13. April bis 31. Mai spielten sie auf der Großen Freiheit. Für 500 Mark Gage pro Mann und Woche. Bestseller-Autor Michel Ruge (56, „Bordsteinkönig“), der Fascher viele Jahre kannte, sagt zu BILD: „Mit den Beatles hat er seiner Heimatstadt Hamburg das schönste Geschenk gemacht und sich selbst ein Denkmal gesetzt.“
Im Hamburger Star-Club spielten weltbekannte Musiker. Er wurde am 31.12.1969 geschlossen
Dabei begann die Geschichte zwischen Fascher und den späteren Weltstars John Lennon (†40), Paul McCartney (84), George Harrison (†58) und Ringo Starr (86) mit einem gewaltigen Irrtum. Als die damals noch weitgehend unbekannten Musiker aus Liverpool 1960 erstmals auf dem Kiez spielten, war Fascher nicht begeistert. Die Band trat damals noch in einer anderen Besetzung auf (u.a. Pete Best und Stuart Sutcliffe). Sein erstes Urteil über die Truppe: „Die schrammeln mir zu viel. Die kannst du vergessen.“ Was für ein Irrtum!
Aus einem ehemaligen Kino an der Großen Freiheit machte er dann den Star-Club. Am 13. April 1962 öffneten sich die Türen. Die Beatles gehörten zu den Musikern, die er für den neuen Rock’n’Roll-Tempel engagierte.
2014: Horst Fascher am Beatles-Platz vor der Großen Freiheit. Hier erinnert die Stadt Hamburg an die berühmten Musiker
Hier spielten sie Nacht für Nacht, wurden härter, routinierter, selbstbewusster. Fascher war ihr Kumpel, zog mit ihnen um die Häuser. Sie nannten ihn „Horstie“. Aus Geschäft wurde Freundschaft. John Lennon sagte einst über die Zeit auf der Reeperbahn: „Hamburg war es, das den Ausschlag gab. Dort haben wir uns wirklich entwickelt.“
Die Beatles hinterließen ein signiertes Foto. Es hing jahrelang im „Salon Harry“ an der Reeperbahn
Wie eng die Verbindung war, zeigte sich Jahre später auf besonders bewegende Weise. Als die Beatles längst die berühmteste Band der Welt waren und am 26. Juni 1966 wieder in Hamburg auftraten, konnte Fascher nicht dabei sein. Er saß in Untersuchungshaft.
John Lennon widmete ihm einen Song
Doch vergessen hatten ihn seine alten Freunde aus Liverpool nicht. John Lennon widmete dem Hamburger Weggefährten von der Bühne aus den Song „If I Needed Someone“: „Der nächste Song ist speziell für unseren alten Hamburger Freund Horst Fascher, der heute leider nicht hier sein kann…“