Ukraine-News: Selenskyj nennt Trumps Friedensplan gefährlich

Ukraine-News
Stand: 08.11.2026 01:40 Uhr
01:39 Uhr
Warnung vor Stromausfällen in Kiew
Ukrainische Stromversorger warnen vor weiteren Ausfällen in der Hauptstadt Kiew. Der private Energieversorger DTEK teilte mit, in der Nacht seien sowohl eine eigene Anlage als auch Umspannwerke des anderen Versorgers Ukrenergo beschädigt worden. Über beide Anlagen wird Strom in die Region Kiew geliefert. Reparaturtrupps seien zwar an der Arbeit, jeder neue Luftalarm könne aber die Reparaturen verzögern. DTEK warnte Kiews Einwohner, die Stromversorgungslage könne sich “sogar mehrmals pro Stunde ändern”. (Quelle: dpa)
07.11.2026 23:59 Uhr
Ukraine-News am Freitag, 6. November 2026
07.11.2026 19:00 Uhr
Selenskyj kündigt weitere Entlassungen beim Geheimdienst an
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat nach einem Korruptionsskandal weitere personelle Konsequenzen beim Inlandsgeheimdienst SBU angekündigt. Anti-Korruptionsbehörden hatten in dieser Woche Anklage gegen mehrere hochrangige Sicherheits- und Justizbeamte erhoben.
Ihnen wird vorgeworfen, einen Verbrecherring geschützt zu haben. Die mutmaßlichen Verbrechen seien “offen gesagt beschämend, absolut inakzeptabel”, sagte Selenskyj in einer Videoansprache. Es habe deswegen schon Entlassungen beim SBU gegeben, weitere Personalentscheidungen würden folgen. Er erwarte eine vollständige Untersuchung mit konkreten Ergebnissen. (Quelle: Reuters)
07.11.2026 16:02 Uhr
Sanitäter im Ukraine-Krieg leben gefährlich
Die Sanitäter im Ukraine-Krieg verlassen sich nicht auf einen völkerrechtlichen Schutz. “Es ist ja kein Geheimnis, dass die Genfer Konvention hier schon lange keinen Gebrauch mehr findet”, sagte der in ukrainischen Diensten stehende Front-Sanitäter und Ausbilder Alexander Gertz im MDR-Podcast mit Ex-Nato-General Erhard Bühler. Er spricht unter anderem von “Kampf-Sanitätern”.
Grund für die Entwicklung ist demnach der digitale Drohnen-Krieg. Sanitäter sind für Drohnen-Piloten schwer zu unterscheiden. Gertz aber sagte, dass sie inzwischen selbst auf Rote Kreuze an Helm oder Fahrzeugen im Kampfgebiet verzichten, denn sie seien Ziele und ihre Kennzeichnung für sie sogar noch gefährlicher. (Quelle: MDR)
07.11.2026 14:04 Uhr
Ukrainischer Generalstab: Kämpfe an der Front
Der ukrainische Generalstab hat entlang der Frontlinie im Ukraine-Krieg für einen Tag zuletzt 190 Gefechte zwischen ukrainischen und russischen Truppen gemeldet. Das berichtete die ukrainische Nachrichtenagentur Ukrinform unter Berufung auf den Generalstab. Mit 15 registrierten russischen Angriffen war der Frontabschnitt bei Kostjantyniwka demnach Schwerpunkt der Kämpfe. (Quelle: Ukrinform)
07.11.2026 13:49 Uhr
Selenskyj nennt Trumps Friedensplan gefährlich
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sieht den US-Vorschlag zu einer neuen europäischen Sicherheitsordnung als Ausweg aus dem Ukraine-Krieg skeptisch. Es sei nicht einfach und es könne sogar gefährlich sein, sagte Selenskyj in einem CNN-Interview. Erst müsse darüber diskutiert werden, wie der Krieg beendet wird, schrieb der Staatschef auf X. Dann brauche sein Land Sicherheitsgarantien. In einem dritten Schritt könne über eine neue Sicherheitsarchitektur in Europa geredet werden. Die Ukraine sei zu einer Waffenruhe und einer Deeskalation bereit. Aber aus Moskau gebe es keine Signale des Einlenkens. “Deshalb ist es gefährlich, wenn sie nicht darüber sprechen, wie der Krieg beendet wird”, sagte Selenskyj in dem CNN-Interview. (Quelle: dpa)
07.11.2026 11:10 Uhr
Russland schickt hochrangige Delegation nach Abu Dhabi
Russland schickt zu den anstehenden Gesprächen mit den USA und der Ukraine eine hochrangige Delegation aus Diplomaten und Militärs. Erstmals gehöre unter anderem auch Vize-Außenminister Sergej Rjabkow der Verhandlungsgruppe an, meldete die Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf Kreml-Sprecher Dmitri Peskow. Geleitet werde die Delegation erneut von Kreml-Berater Wladimir Medinski. Bei dem trilateralen Treffen am Dienstag und Mittwoch in Abu Dhabi soll über ein Ende des Ukraine-Kriegs beraten werden. Es sind die ersten Gespräche dieser Art seit Februar. Laut Interfax reisen auch der hochrangige Generalstabsoffizier Juri Schigarlowski und der Chef des Militärgeheimdienstes, Igor Kostjukow, in die Vereinigten Arabischen Emirate. (Quelle: Reuters)
07.11.2026 11:07 Uhr
Schäden bei ukrainischen Drohnenangriffen in Russland
Bei ukrainischen Drohnen- und Raketenangriffen auf mehrere russische Regionen sind nach Angaben der russischen Behörden leichte Sachschäden entstanden. Es habe keine Opfer gegeben, erklärte das Verteidigungsministerium in Moskau. Die Luftverteidigung habe in der Nacht 411 ukrainische Drohnen in mehr als einem Dutzend russischer Regionen zerstört. Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Interfax wurden in der zentralrussischen Stadt Orjol gewerbliche Lagerhallen und Produktionsstätten getroffen. Der Angriff habe ein Feuer ausgelöst, das später gelöscht worden sei, meldete Interfax unter Berufung auf den regionalen Gouverneur Andrej Klytschkow. Ein weiterer Drohnenangriff beschädigte in der Region Saratow mehrere Wohngebäude, wie Gouverneur Roman Busargin mitteilte. Auch dort habe es keine Opfer gegeben. (Quelle: Reuters)
07.11.2026 09:54 Uhr
Russland meldet massive Angriffe auf Infrastruktur in und um Kiew
Russland hat massive Angriffe auf die ukrainische Rüstungsindustrie sowie die Energie- und Verkehrsinfrastruktur in und um Kiew gemeldet. Das Verteidigungsministerium in Moskau teilte mit, in der ukrainischen Hauptstadt seien die Nordbrücke sowie das Meridian-Werk getroffen worden. Die Brücke werde für den Transport von Waffen und militärischer Ausrüstung genutzt, während in dem Werk Marschflugkörper vom Typ Flamingo hergestellt würden. In der Region Kiew seien zudem mehrere Energie- und Industrieanlagen beschädigt worden, darunter ein Kraftwerk, ein Umspannwerk und eine Munitionsfabrik. Die russischen Streitkräfte hätten darüber hinaus ein Umspannwerk in der westlich von Kiew gelegenen Region Schytomyr sowie ein Frachtschiff mit militärischer Ausrüstung im Schwarzen Meer angegriffen. (Quelle: Reuters)
07.11.2026 08:43 Uhr
Schwere Schäden durch Angriffe auf Energieanlagen rund um Kiew
Russische Angriffe auf Energieanlagen in der Region Kiew haben nach Angaben des Kiewer Bürgermeisters Witali Klitschko in der Nacht schwere Schäden angerichtet. Die Stromversorgung der ukrainischen Hauptstadt sei “extrem schwierig”, erklärte Klitschko bei Telegram. Auch die Wasserversorgung sowie die Versorgung mit Fernwärme seien betroffen. Zudem sei eine wichtige Brücke über den Fluss Dnipro, die die westliche und die östliche Hälfte der Hauptstadt verbindet, durch einen russischen Angriff beschädigt worden, berichtete Klitschko. Experten seien dabei, das Ausmaß der Schäden zu bewerten. (Quelle: AFP)
07.11.2026 05:48 Uhr
Russland beschießt Kiew erneut mit ballistischen Raketen
Bei erneuten russischen Raketenangriffen auf die ukrainische Hauptstadt Kiew und ihr Umland sind nach Behördenangaben mindestens zwei Menschen verletzt worden. Mehrere Wohnhäuser und ein Kindergarten wurden beschädigt. Das russische Militär griff in der Nacht und am frühen Morgen in mehreren Wellen mit ballistischen Raketen an. Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe und militärnaher Beobachter galten die Angriffe auch Wärmekraftwerken und einem Umspannwerk. Das genaue Ausmaß der Schäden war zunächst unklar. (Quellen: dpa, Reuters)
07.11.2026 03:48 Uhr
Pistorius sieht keine Spielräume für weitere Patriot-Lieferungen
Deutschland kann der Ukraine nach Angaben von Verteidigungsminister Boris Pistorius vorerst keine weiteren Patriot-Flugabwehrsysteme liefern. Zusätzliche Abgaben würden nicht vertretbare Lücken in der Bundeswehr hinterlassen, sagte Pistorius den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Nun seien andere Staaten stärker gefordert.
Mit Blick auf die für kommende Woche geplanten Friedensgespräche in Abu Dhabi äußerte sich Pistorius skeptisch. Das bisherige Vorgehen von US-Präsident Donald Trump mache wenig Hoffnung auf eine baldige Waffenruhe. Eine Einigung zwischen Washington und Moskau über die Köpfe der Ukraine und Europas hinweg sei nicht akzeptabel. (Quelle: Reuters)
06.11.2026 23:59 Uhr
Ukraine-News am Freitag, 6. November 2026
06.11.2026 21:59 Uhr
Selenskyj erwartet Hilfe und neue Angriffe
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat in seiner abendlichen Video-Botschaft von neuer westlicher Hilfe berichtet, die zuletzt vereinbart worden sei. Es gebe es etwa Munition für die F-16-Kampfjets der Ukraine, die eingesetzt würden, um russische Drohnen abzuschießen. Es gebe auch weitere Hilfen für den Energie-Sektor unter anderem aus Deutschland, Spanien und der Slowakei, allerdings auch neue Geheimdienst-Hinweise, dass Russland weitere Angriffe vorbereite – gegen den Energie-Sektor etwa und auf die Brücken über den Dnipro in Kiew. Selenskyj mahnte darum auch, Lieferungen von Raketen für das Patriot-Luftabwehr-System nicht zu verschieben: “Jeder einzelne Tag” sei da wichtig. (Quellen: AP, AFP)
06.11.2026 20:00 Uhr
Suche nach einem drittem Verdächtigen bei Leipzig
Bei den Ermittlungen nach dem am Abend des 4. August mit Drohnen versuchten Anschlag auf dem Flughafen Leipzig-Halle wird in dessen Umgebung nach Zeugen und Hinweisen auf einen dritten Tatverdächtigen gesucht, unter anderen mit KI-generierten Bilder und einer Karte mit dem möglichen Ort des Starts einer Drohne. Zwei andere Verdächtige waren nach Angaben der Bundesregierung im September identifiziert und Russland verantwortlich gemacht worden. (Quellen: AFP, dpa)
06.11.2026 19:30 Uhr
Ukraine zerschlägt Callcenter-Netzwerk
In der Ukraine hat die Polizei ein Netzwerk betrügerischer Callcenter zerschlagen. Nach Angaben der Behörden wurden vier Personen festgenommen. Sie sollen mit betrügerischen Anrufen mehr als 4,3 Millionen Euro erbeutet haben, auch bei 135 Menschen aus Deutschland, mit falschen Versprechen lukrativer Investitionen in Kryptowährungen, Aktien und andere Finanzprodukte. (Quelle: dpa)
06.11.2026 19:12 Uhr
Selenskyj: Angriffe auf Öl-Industrie gehen weiter
Die Ukraine wird nach Worten von Präsident Wolodymyr Selenskyj ihre Angriffe gegen die russische Öl-Industrie fortsetzen, “als Antwort auf russische Angriffe auf ukrainische Energie-Anlagen”, wie er heute erklärte. (Quelle: Reuters)
06.11.2026 19:10 Uhr
Kallas fordert Beteiligung der Europäer
Ein Friedensabkommen im Ukraine-Krieg darf nach Angaben der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas nicht ohne die EU-Staaten geschlossen werden. Das sagte sie nach einem Treffen der Außenminister der Ostsee-Staaten heute in Warschau. “Damit irgendein Abkommen umgesetzt werden kann, wird es die Beteiligung der Europäischen Union erfordern.” (Quelle: AFP)
06.11.2026 18:45 Uhr
Klitschko wieder im Clinch mit Selenskyj
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj und Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko haben sich einmal mehr gegenseitig schwere Versäumnisse vorgeworfen. Selenskyj bezeichnete die Lage in der von Russland immer wieder attackierten Hauptstadt als “ernste” Folge fehlender Vorbereitungen auf die Heizperiode.

Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko
Klitschko wies das zurück und warf der ukrainischen Regierung vor, die Genehmigung eines Notfallplans für die Metropole immer weiter zu verzögern. Die Regierung versuche, ihn mit “ständigen Manipulationen” zu schwächen, sagte Klitschko. Sie zerstöre damit die Stadt.
Der Konflikt zwischen dem 2019 in der Ukraine zum Präsidenten gewählten Selenskyj und dem seit 2014 in Kiew als Bürgermeister amtierenden Klitschko schwelt seit Jahren und ist auch im Krieg seit dem russischen Angriff im Februar 2022 immer wieder aufgebrochen. (Quelle: Reuters)
06.11.2026 17:42 Uhr
Russische Drohne in Bulgarien angespült
An der bulgarischen Schwarzmeer-Küste bei Schabla ist nach Angaben der bulgarischen Marine eine russische Gerbera-2-Drohne gefunden und unschädlich gemacht worden. Sie habe keinen Sprengstoff enthalten. Tatsächlich wird der Drohnen-Typ häufig auch als Köder für die Luftabwehr genutzt. (Quelle: EBU)
06.11.2026 17:01 Uhr
Russisches Strafverfahren gegen FAZ-Journalist
Gegen den deutschen Journalisten Michael Martens von der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung” hat die russische Justiz ein Strafverfahren in Abwesenheit eröffnet. Anlass sei eine umstrittene Frage bei einer Pressekonferenz mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, berichtet heute auch der ARD-Korrespondent Stephan Laack. (Quelle: ARD)
06.11.2026 16:02 Uhr
Ukraine: Russland kann “Rasswet” nutzen
Russland kann nach Angaben des ukrainischen Militärgeheimdienstes GUR sein neues Satelliten-Netzwerk “Rasswet” nutzen. Demnach soll Russland im März und Juli insgesamt 32 neue Satelliten in Umlaufbahnen gebracht haben. Das russische Netzwerk ist mit 32 Satelliten im Vergleich zu den mehr als 10.000 des US-Systems Starlink, das die Ukraine nutzen kann, deutlich kleiner. Militär-Experten zufolge ermöglicht es Russland täglich zwei Kommunikationsfenster von je etwas mehr als einer Stunde für Datenaustausch mit Drohnen in Echtzeit. (Quelle: Reuters)
06.11.2026 15:40 Uhr
Belarus fahndet nach DW-Journalistinnen
Die belarussischen Behörden haben vier Journalisten der Deutschen Welle zur Fahndung ausgeschrieben. Nach Angaben des deutschen Auslandssenders handelt es sich um die DW-Mitarbeiterinnen Olga Kapustina, Alexandra Boguslawskaja, Ulyana Babayed und Katsiaryna Kryzhanouskaya. Laut der DW-Mitteilung wird auch in Russland nach den vier Journalistinnen gefahndet. (Quelle: KNA)
06.11.2026 14:30 Uhr
Mehr als 50 Tote nach russischem Luftangriff
Nach dem russischen Luftangriff auf den ukrainischen Ort Komyschuwacha am Montag ist die Zahl der Todesopfer inszwischen auf 53 gestiegen. Das teilte der Militärgouverneur der Region Saporischschja mit. Dutzende Menschen würden noch immer vermisst. Nach ukrainischen Angaben erfolgte der Angriff während der Verteilung von Hilfsgütern in einer unterirdischen Schule, die als Schutzraum und Verteilzentrum diente. Das russische Verteidigungsministerium erklärte, der Angriff habe ukrainischen Militäreinheiten in der Umgebung gegolten. (Quelle: Reuters)
Video:
Inzwischen 53 Tote nach russischem Angriff Anfang der Woche (1 Min)
06.11.2026 14:13 Uhr
Japan protestiert gegen Zwangsverwaltung
Japan protestiert gegen die Übernahme des Managements einer japanischen Zigaretten-Firma in Russland durch ein russisches Unternehmen. Die Regierung in Tokio forderte heute die sofortige Rücknahme dieser von der Regierung in Moskau gestern angeordneten Maßnahme. (Quelle: AP)
06.11.2026 14:01 Uhr
Kreml dämpft Erwartungen an Verhandlungen
Nach der Ankündigung eines großen Abkommens zur Ukraine durch US-Präsident Donald Trump hat Russland die Erwartungen gedämpft. Von europäischer Seite sehe man bisher keine Bereitschaft, über ein künftiges Sicherheitssystems zu sprechen, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow heute. Die Europäer hätten bisher nicht einmal einen Verhandlungsführer für ihre Seite bestimmt. (Quelle: dpa)
06.11.2026 13:19 Uhr
Merz telefonierte in der Nacht mit Trump
Bundeskanzler Friedrich Merz hat vergangene Nacht mit US-Präsident Donald Trump telefoniert. Das teilte Regierungssprecher Stefan Kornelius in Berlin mit. Man sei sich einig, dass der Ukraine-Krieg schnellstmöglich beendet werden müsse, sagte Kornelius. Eine Friedensvereinbarung müsse darüber hinaus im Konsens der Nato-Partner erfolgen. “Der Bundeskanzler ist eingebunden in die Überlegungen des amerikanischen Präsidenten”, sagte Kornelius. Er verwies auf kommende Woche geplante Verhandlungen in Abu Dhabi. Auch hier sei die Bundesregierung mit ihren europäischen Partnern “eng eingebunden”. (Quellen: Reuters/AFP)
06.11.2026 12:11 Uhr
Ukrainische Regionen nach Luftangriffen ohne Strom
Die russische Armee hat in der Nacht erneut Energie-Infrastruktur in der Ukraine angegriffen. In sieben Regionen habe dies zu neuen Stromausfällen geführt, sagte der stellvertretende Energieminister der Ukraine, Artem Nekrassow. Die betroffenen Regionen seien Winnyzja, Dnipropetrowsk, Schytomyr, Saporischschja sowie Kiew, Charkiw und Tschernihiw. Die Lage sei in der Hauptstadtregion nach wie vor am schwierigsten, sagte Nekrassow. Die Versorgungsunternehmen müssten immer wieder auch Netzbeschränkungen verhängen. (Quelle: Reuters)
06.11.2026 05:54 Uhr
Russischer Luftangriff auf Kraftwerk bei Sumy
Russische Kampfjets haben nach ukrainischen Angaben ein Kraftwerk nahe der Stadt Sumy angegriffen. Auch eine ukrainische Militärbrigade bei Saporischschja sei Ziel eines Luftangriffs gewesen. Wie das russische Verteidigungsministerium mitteilte, kam dabei eine schwere Fliegerbombe vom Typ FAB-3000 zum Einsatz. Angaben zu Schäden oder Opfern gab es nicht. (Quelle: Reuters)
06.11.2026 03:43 Uhr
Selenskyj will US-Unterstützung für Ukraine sichern
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj fordert eine rasche Anpassung an die neuen politischen Machtverhältnisse in den USA. Um weitere Hilfen zu sichern, müsse die Ukraine die parteiübergreifende Unterstützung stärken, sagte er dem Fernsehsender TSN. Priorität habe die Versorgung mit Patriot-Flugabwehrraketen. Die USA hatten zuletzt den Verkauf von 500 Raketen genehmigt. Deren Lieferung wird allerdings erst Anfang der 2030er Jahre erwartet. (Quelle: Reuters)
06.11.2026 02:27 Uhr
Trump stellt “großes Abkommen” in Aussicht
US-Präsident Donald Trump hat nach eigenen Angaben in Washington den russischen Unterhändler Kirill Dmitrijew getroffen und anschließend ein “sehr großes” Abkommen in Aussicht gestellt, das über den Ukraine-Krieg hinaus ganz Europa betreffen könne. Einzelheiten nannte Trump nicht. Kommende Woche am Dienstag sollen in Abu Dhabi die US-Unterhändler bei einem Treffen mit Vertretern aus Russland und der Ukraine vermitteln. Auch US-First-Lady Melania Trump hatte gestern Vertreter aus Moskau und Kiew empfangen. (Quellen: AFP, dpa)
06.11.2026 01:36 Uhr
Meloni fordert einheitliche EU-Vertretung
Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni fordert eine verbindliche Entscheidung darüber, wer die EU bei Friedensverhandlungen über die Ukraine vertritt. In einem Brief an EU-Ratspräsident António Costa warnte sie, unkoordinierte diplomatische Initiativen schwächten Europas Einfluss. Ohne eine gemeinsame Position drohe der EU im Verhandlungsprozess die Bedeutungslosigkeit. Meloni will die Frage beim informellen EU-Gipfel kommende Woche in Dublin beraten. (Quelle: dpa)
05.11.2026 23:59 Uhr
Ukraine-News am Donnerstag, 5. November 2026
05.11.2026 20:53 Uhr
Melania Trump ruft zu Feuerpause in der ganzen Ukraine auf
Die Frau von US-Präsident Donald Trump, Melania Trump, hat sich für eine dauerhafte Waffenruhe in der Ukraine ausgesprochen. Vorbild könnte die sechstägige Feuerpause in der südukrainischen Stadt Oleschky sein, sagte die First Lady in Washington bei einem Treffen mit Unterhändlern aus Russland und der Ukraine. Die von ihr initiierte Feuerpause für humanitäre Hilfe für Menschen in der russisch besetzten Stadt war am Sonntag ausgelaufen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte Melania Trump gestern für ihre Bemühungen um Oleschky mit einem nationalen Orden ausgezeichnet. (Quelle: AFP)
05.11.2026 16:41 Uhr
Kreml stellt japanische Firma unter Zwangsverwaltung
Der russische Präsident Wladimir Putin hat das Russland-Geschäft des Tabakkonzerns Japan Tobacco International (JTI) unter Zwangsverwaltung gestellt. Laut Dekret übernimmt eine russische Aktiengesellschaft die Kontrolle. JTI gehören nach eigenen Angaben vier Werke in Russland mit rund 4.000 Beschäftigten und produziert dort mehrere Zigarettenmarken. Zuvor hatte Putin schon die Geschäfte anderer westlicher Unternehmen unter Staatskontrolle gebracht, darunter Töchter der Handelskonzerne Metro und Nestlé, die anders als viele andere Unternehmen weiter in Russland aktiv waren. (Quelle: dpa)
05.11.2026 14:33 Uhr
Sanitäter in der Ukraine: “Ich wollte nicht nur helfen, ich wollte retten”
Alexander Gertz ist Sanitäter in der ukrainischen Armee und hat darüber ein Buch geschrieben. Im Gespräch mit MDR AKTUELL erklärt er, warum Telemedizin im Gefecht das Mittel der Wahl ist – auch weil Sanitäter ein besonders attraktives Ziel seien. Lesen Sie dazu das Interview in voller Länge:
05.11.2026 14:30 Uhr
EU zahlt Ukraine weitere Milliardensumme aus
Die EU hat der Ukraine 4,36 Milliarden für das weitere Funktionieren des Staates und grundlegende öffentliche Dienstleistungen sowie für den Kauf militärischer Ausrüstung überwiesen. Konkret sind es 3,7 Milliarden Euro für staatliche Aufgaben sowie 658 Millionen Euro für die Beschaffung von Drohnen, Raketen, Radarsystemen, elektronische Kampfführung sowie Munition, wie die EU-Kommission in Brüssel mitteilte. (Quelle: dpa)
05.11.2026 12:05 Uhr
Polen fasst mutmaßliche russische Agenten
Der Geheimdienst in Polen hat mehrere mutmaßliche Agenten festgenommen, die im russischen Auftrag Komponenten zur Herstellung von Waffen und Munition organisiert haben sollen. Bei den Verdächtigen handele es sich um eine 37 Jahre alte russische Staatsbürgerin und fünf Polen um Alter zwischen 25 und 52 Jahren, teilte das Ministerium für die Koordination der Geheimdienste mit. Die Gruppe soll verschiedene Teile gekauft haben, die zur Waffen- und Munitionsherstellung verwendet werden, sie nach Russland ausgeführt und dort verkauft haben. Laut Staatsanwaltschaft wird wegen Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung und Spionage ermittelt. (Quelle: dpa)
05.11.2026 12:01 Uhr
Behörden melden Tote nach Angriffen auf Luhansk
In der von Russland besetzten Region Luhansk in der Ostukraine sind nach Angaben der örtlichen Behörden bei zwei Angriffen auf Busse sieben Menschen getötet worden. 14 weitere Menschen seien verletzt worden, darunter zwei 15 und 17 Jahre alte Jugendliche, teilte der von Russland eingesetzte Gouverneur Leonid Passetschnik mit. (Quelle: Reuters)
05.11.2026 11:12 Uhr
Bedeutung der US-Wahlen für Angriffskrieg gegen Ukraine
Die USA haben gewählt, die Demokraten haben bei den Midterms gewonnen. Das dürfte Folgen haben für das transatlantische Verhältnis, aber auch für den Ukraine-Krieg, sagt FDP-Politikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann. Mehr dazu hören Sie im Audio.
05.11.2026 07:31 Uhr
Melania Trump empfängt Vertreter von Russland und Ukraine
Wenige Tage vor neuen Ukraine-Verhandlungen in Abu Dhabi empfängt US-First-Lady Melania Trump heute Vertreter Moskaus und Kiews im Weißen Haus. Die Frau von US-Präsident Donald Trump werde Entsandte “Russlands und der Ukraine, zweier Nationen, die sich im Krieg befinden, persönlich im Weißen Haus zusammenbringen”, kündigte ihr Büro an. Zu dem Treffen werden Kreml-Berater Kirill Dmitrijew und die Menschenrechtsbeauftragten der Ukraine und Russlands erwartet. (Quelle: AFP)
05.11.2026 06:31 Uhr
Russland greift Logistikzentrum und Kraftwerk an
Russland hat bei neuen Angriffen auf die Ukraine nach eigenen Angaben ein Logistikzentrum des Postdienstleisters Nova Poshta in der nordöstlichen Region Charkiw, ein Kraftwerk in Dnipropetrowsk sowie ein Frachtschiff im Schwarzen Meer attackiert. Das Schiff habe sich zum Zeitpunkt des Angriffs rund 50 Kilometer südwestlich der Hafenstadt Odessa befunden, teilte das russische Verteidigungsministerium auf Telegram mit. Die angegriffenen Ziele seien von der Ukraine für militärische Zwecke genutzt worden. (Quelle: Reuters)
Video:
Russland attackiert Logistikzentren in den Regionen Charkiw und Kiew (1 Min)
05.11.2026 05:51 Uhr
Drohnenangriff auf Wohnhaus in Dnipro
Bei einem russischen Drohnenangriff auf die ukrainische Stadt Dnipro sind mindestens drei Menschen verletzt worden. Drohnen hätten ein Wohnhaus und Garagen getroffen, teilte die Regionalregierung mit. Zudem sei eine Anlage der kritischen Infrastruktur in Brand geraten. (Quelle: Reuters)
05.11.2026 01:21 Uhr
Antikorruptionsbehörde: Ukrainischer Inlandsgeheimdienst behindert Ermittlungen
Der ukrainische Inlandsgeheimdienst SBU hat nach eigenen Angaben zwei hochrangige Mitarbeiter entlassen, die mit Antikorruptions-Ermittlung zu illegalen Callcentern in Verbindung stehen. Die ermittelnde Behörde Nabu erklärte, ein ranghoher SBU-Beamter habe “gedroht, eine Schusswaffe einzusetzen” und Ermittler daran gehindert, die Räumlichkeiten zu betreten, die sie durchsuchten. Schätzungen zufolge beschäftigen illegale Callcenter in der Ukraine fast 60.000 Menschen und erwirtschaften hunderte Millionen Euro im Monat. Mitarbeiter geben sich bei Anrufen meist als Bankangestellte oder Verwandte aus, um Geld vom Konto der Angerufenen abzuzweigen. (Quelle: AFP)
04.11.2026 23:59 Uhr
Ukraine-News am Mittwoch, 4. November 2026
04.11.2026 19:35 Uhr
Wadephul nach US-Wahlen bei Ukraine-Unterstützung zuversichtlich
Bundesaußenminister Johann Wadephul zeigt sich nach den US-Wahlen zuversichtlich, was die Unterstützung der Ukraine anbelangt. Er glaubt, dass das Thema in der Agenda der USA nun wieder mehr Platz einnehmen wird. Mehr dazu im folgenden Video.
Video:
Außenminister Wadephul zuversichtlich nach US-Wahlen (1 Min)
04.11.2026 18:46 Uhr
Ukrainer melden Vorrücken der Russen in Kostjantyniwka

Russischer Soldat mit schwerem MG bei der Drohnen-Abwehr am Frontabschnitt Kostjantyniwka (Archivbild vom April 2026).
Das dem ukrainischen Militär nahestehende Analyseprojekt Deepstate hat ein Vorrücken russischer Truppen in der wichtigen Stadt Kostjantyniwka im ostukrainischen Gebiet Donezk gemeldet. In einem Deepstate-Post bei Telegram heißt es: “Der Feind rückte in Kostjantyniwka vor.” Russische Kommandeure hatten die Einnahme der Stadt bereits Anfang Juli gemeldet. Die Nachrichtenagentur dpa hatte Ende Juli berichtet, dass Kiew “weitgehend die Kontrolle über die wichtige Stadt” verloren habe. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte am 18. Oktober erklärt, dass Kostjantyniwka unter ukrainischer Kontrolle stehe. Der ukrainische Generalstab berichtete in seinem jüngsten von der ukrainischen Nachrichtenagentur Ukrinform verbreiteten Kriegsupdate von zuletzt 24 russischen Angriffen am Frontabschnitt Kostjantyniwka. (Quellen: Deepstate, Ukrinform, Reuters, dpa)
04.11.2026 17:23 Uhr
Feuer in Ozon-Logistikzentrum nach Drohnenangriff in Südrussland
Ein ukrainischer Drohnenangriff hat nach russischen Angaben ein Feuer in einem Logistikzentrum des Online-Händlers Ozon im südrussischen Adygejsk ausgelöst. Wie örtliche Behörden mitteilten, bekämpften Feuerwehrleute den Brand. Trümmer “feindlicher Drohnen” seien in zwei nahe gelegenen Dörfern niedergegangen und hätten dort Schäden verursacht, aber niemanden verletzt. Auch Ozon erklärte, es lägen keine Informationen über Verletzte vor, alle Mitarbeiter seien in Sicherheit gebracht worden. Es war das zweite Mal, dass die Ozon-Einrichtung in Adygejsk angegriffen wurde. Die ukrainischen Streitkräfte haben seit Juli Dutzende große Lagerhäuser von Ozon und dessen Konkurrenten Wildberries attackiert. (Quelle: Reuters)
04.11.2026 15:15 Uhr
Drei Tote bei ukrainischem Angriff auf Belgorod
In der russischen Region Belgorod sind nach Angaben der dortigen Behörden bei ukrainischem Drohnen-Angriffen drei Menschen getötet worden. Belgorod grenzt an die Ukraine und war wiederholt Ziel ukrainischer Attacken. (Quelle: Reuters)
04.11.2026 13:56 Uhr
Viele Tote und Vermisste nach Angriff auf Saporischschja
In der ukrainischen Region Saporischschja ist die Zahl der Todesopfer durch einen russischen Luftangriff nach Angaben der örtlichen Behörden auf 37 gestiegen. Noch immer würden 59 Menschen vermisst. Rettungskräfte suchten in den Trümmern der ehemaligen Schule in der Ortschaft Komyschuwacha weiterhin nach Überlebenden. Die russischen Streitkräfte hatten am Montag ein Verteilzentrum angegriffen. (Quelle: Reuters)
04.11.2026 13:45 Uhr
Russland: Ukrainischer Angriff auf Krim legt Stromversorgung lahm
Die Ukraine hat nach russischen Angaben bei Angriffen auf die besetzte Halbinsel Krim Teile der dortigen Stromversorgung lahmgelegt. Das russische Energieministerium erklärte, die Ukraine habe über Nacht “Energie-Infrastrukturanlagen” auf der Krim angegriffen. Derzeit werde daran gearbeitet, die Versorgung schrittweise wieder herzustellen. Das Ministerium nannte keine genauen Zahlen zu den betroffenen Haushalten in dem Gebiet, in dem mehr als 2,5 Millionen Menschen leben. Die 2014 von Russland annektierte Krim am Schwarzen Meer wird regelmäßig von der Ukraine angegriffen. Kiew spricht von Vergeltungsangriffe für russische Angriffe. Schon im Oktober hatte ein ukrainischer Angriff auf die Krim zu Strom- und Wasserausfällen geführt. (Quelle: AFP)
04.11.2026 13:23 Uhr
Litauen weist drei ukrainische Staatsbürger aus
Litauen hat drei ukrainische Staatsbürger ausgewiesen, die für feindliche ausländische Geheimdienste tätig gewesen sein sollen. Die nicht näher beschriebenen Personen seien als Bedrohung für die nationale Sicherheit eingestuft und ihre befristeten Aufenthaltsgenehmigungen in dem baltischen EU- und Nato-Land widerrufen worden. Das teilte der litauische Nachrichtendienst auf Facebook mit. Zudem erhielten sie ein fünfjähriges Einreiseverbot. Nach Angaben des Geheimdienstes sollen die drei Ukrainer verschiedene Aufgaben im Auftrag feindlicher ausländischer Geheimdienste gegen finanzielle Entlohnung ausgeführt haben. Die Anweisungen seien ihnen über Telegram und andere Messenger-Dienste übermittelt worden. Nähere Angaben zu den ihnen vorgeworfenen Tätigkeiten wurden in der Mitteilung nicht gemacht. (Quelle: dpa)
04.11.2026 13:00 Uhr
Selenskyj verleiht Orden an Melania Trump
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat US-First-Lady Melania Trump wegen ihrer Hilfe bei der Vermittlung einer örtlichen Waffenruhe zur Evakuierung der Frontstadt Oleschky einen Staatsorden verliehen. Sie erhält den Orden der Fürstin Olga erster Klasse, mit dem die Ukraine Frauen für herausragende Verdienste im karitativen oder gesellschaftlichen Bereich ehrt. Das geht wie einem am Mittwoch veröffentlichten Dekret hervor. Damit werde ihr persönlicher Beitrag zur humanitären Unterstützung der Ukraine gewürdigt. Die Frau von US-Präsident Trump spielte den Angaben zufolge eine entscheidende Rolle bei der Vermittlung einer sechstägigen Feuerpause, um Zivilisten aus der umkämpften Stadt Oleschky in Sicherheit zu bringen. Die Evakuierung wurde am Sonntag abgeschlossen. Es war die längste lokale Waffenruhe seit Kriegsbeginn. (Quelle: Reuters)
04.11.2026 09:30 Uhr
Ukraine-Beratungen in Brüssel
In Brüssel kommen Vertreter europäischer Staaten, der Nato und der EU heute zu Beratungen zusammen. Nach Angaben der EU-Kommission soll dabei der Wiederaufbau der Ukraine im Fokus stehen. Das Treffen findet in Vorbereitung der für kommende Woche geplanten Verhandlungen in Abu Dhabi statt. (Quelle: ARD)
04.11.2026 07:49 Uhr
Russland greift mehrere Regionen der Ukraine an
Russland hat in der Nacht wieder zahlreiche Landesteile in der Ukraine angegriffen. Dabei seien zwei Kraftwerke in den Regionen Kiew und Schytomyr getroffen worden, teilte das russische Verteidigungsministerium auf Telegram mit. Zudem sei ein Frachtschiff nahe der Hafenstadt Odessa attackiert worden.
Ukrainischen Behörden zufolge gab es weitere Angriffe in den Regionen Poltawa, Dnipro, Kirowohrad und Riwne sowie auf die Hauptstadt Kiew. Auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim kam es nach einem Unfall zu Stromausfällen, Einzelheiten dazu lagen zunächst nicht vor. (Quelle: Reuters)
Video:
Russische Luftangriffe auf Riwne und Odessa (1 Min)
04.11.2026 03:22 Uhr
Ukrainischer Drohnenangriff auf russischen Onlinehändler Ozon
Der zweitgrößte russische Onlinehändler Ozon hat einen neuen Drohnenangriff auf eines seiner Warenhäuser gemeldet. In einem Lager in Adygeisk im Süden Russlands sei daraufhin ein Feuer ausgebrochen, teilte Ozon mit. Mitarbeiter seien in Sicherheit gebracht worden, verletzt wurde demnach niemand.
Ozon ist nach Wildberries der zweitgrößte Online-Marktplatz Russlands. Die Ukraine greift seit Wochen Logistikzentren beider Unternehmen mit Drohnen an. Kiew begründet die Attacken damit, dass das Unternehmen Komponenten an das russische Militär liefere. (Quelle: dpa)
04.11.2026 00:44 Uhr
Ukrainische Flüchtlinge wollen vorerst nicht zurückkehren
Ukrainische Flüchtlinge in Deutschland zeigen derzeit wenig Interesse an einer Rückkehr in ihr Heimatland. Das berichtet die “Rheinische Post” mit Bezug auf Zahlen des Beratungszentrums für rückkehrwillige Ukrainer (Unity Hub Berlin). Seit April dieses Jahres hätten “etwa 60 Anfragen bezüglich der Möglichkeiten einer Rückkehr in die Ukraine verzeichnet”. Dabei handele es sich “überwiegend um Informations- und Beratungsanfragen”. Demnach erwägt die “überwiegende Mehrheit” der Antragsteller eine Rückkehr erst nach dem endgültigen Ende der Kampfhandlungen und der Stabilisierung der Sicherheitslage in der Ukraine. (Quelle: Rheinische Post, EPD)
03.11.2026 23:59 Uhr
Ukraine-News am Dienstag, 3. November 2026
03.11.2026 22:10 Uhr
Zwei Tote und 90 Verletzte bei russischen Luftangriffen
Bei russischen Luftangriffen auf die Ukraine wurden am Dienstag ukrainischen Angaben zufolge zwei Personen getötet. Mindestens 90 Personen wurden teils schwer verletzt. Mehr dazu im folgenden Video.
Video:
Zwei Tote und zahlreiche Verletzte nach Angriffen am Dienstag (1 Min)
03.11.2026 20:00 Uhr
Deepstate meldet russisches Vorrücken bei Dobropillja
Russische Truppen sind nach Angaben des dem ukrainischen Militär nahestehenden Online-Analyseprojekts Deepstate in dem Ort Bilytske und in der Nähe des Dorfes Hryshyne südlich der Bergbaustadt Dobropillja in der ostukrainischen Region Donezk vorgerückt. Dobropillja selbst ist nach der Deepstate-Online-Karte bislang noch keine umkämpfte Grauzone. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte Mitte Oktober betont, dass die Stadt noch unter “ukrainischer Kontrolle” stehe. Der Kampfraum südlich Dobropillja gehört zum Frontabschnitt Pokrowsk. Russland hatte die Einnahme des lange Zeit schwer umkämpften Verteidigungsknotens Pokrowsk bereits im Dezember 2025 gemeldet. (Quellen: Deepstate, dpa, AFP)
03.11.2026 19:24 Uhr
Selenskyj trifft Bundespräsident Steinmeier
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat bei seinem Besuch in Berlin Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier getroffen. Selenskyj wurde am Abend von Steinmeier in dessen Amtssitz am Berliner Spreebogen empfangen. Dabei trug er sich din das Gästebuch des Bundespräsidenten ein. Anschließend fand ein gemeinsames Abendessen statt. Zuvor war Selenskyj im Bundestag von Parlamentspräsidentin Julia Klöckner (CDU) begrüßt worden. Selenskyj besuchte zuvor in Berlin eine internationale Sicherheitskonferenz und traf auch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU). (Quelle: AFP)
03.11.2026 19:07 Uhr
Merz sagt Ukraine 200 Millionen Euro zusätzliche Winterhilfe zu
Bundeskanzler Friedrich Merz hat der Ukraine 200 Millionen Euro zusätzliche Winterhilfe zugesagt und will auf einem Gipfel in Berlin in gut zwei Wochen weitere Unterstützung organisieren. “Wir werden unsere Hilfe fortsetzen, bis dieser Krieg beendet ist”, versprach der CDU-Chef bei einem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Berlin. Die zusätzliche Winterhilfe soll nach Regierungsangaben für humanitäre Hilfe und die Sicherung der Energieversorgung verwendet werden und je zur Hälfte aus dem Auswärtigen Amt und dem Entwicklungsministerium kommen. Der Bundestag muss dem 200-Millionen-Paket noch zustimmen. (Quelle: dpa)
Video:
Selenskyj in Berlin: Europa will weiter helfen – und an den Verhandlungstisch (2 Min)
03.11.2026 18:14 Uhr
Ermittlungen wegen Misshandlungen in Militärgefängnis in Privathaus
Nach Berichten über eine mutmaßlich illegale Festsetzung von Soldaten hat das ukrainische Staatliche Ermittlungsbüro (SBI) Ermittlungen aufgenommen und eine umfassende Untersuchung angekündigt. Geprüft werde, ob Militärangehörige in einem Haus in der Region Kiew gegen ihren Willen festgehalten worden seien. In Online-Netzwerken war verbreitet worden, Wehrpflichtige einer dem Asow-Korps angegliederten Einheit der Nationalgarde seien wegen Fahnenflucht von ihren Vorgesetzten gewaltsam verschleppt und gefoltert worden. Verbreitete Videos zeigten mutmaßliche Soldaten mit geschwollenen Gesichtern und sichtbaren Verletzungen, die in einen Krankenwagen gebracht wurden. Nach Verbreitung der Vorwürfe versammelten sich laut SBI Menschen vor dem Haus. Es kam zu Zusammenstößen, Schüsse fielen und Polizeifahrzeuge wurden beschädigt. Der ukrainische Menschenrechtsbeauftragte Dmytro Lubinez forderte Aufklärung über die dort eingesetzten Soldaten und Nationalgardisten und die Rechtmäßigkeit ihres Handelns. (Quellen: AFP, dpa)
03.11.2026 16:45 Uhr
Tusk spricht von versuchter Provokation an Grenze zu Kaliningrad
Polen hat nach den Worten von Regierungschef Donald Tusk in der Nacht zum Dienstag eine versuchte “Provokation” an der Grenze zur russischen Exklave Kaliningrad verhindert. “Uns ist es gelungen, Provokationsversuche abzuwenden – falls dies tatsächlich die Absicht war”, sagte Tusk vor Journalisten. Er sei kurz nach Mitternacht über verdächtige Aktivitäten entlang der Grenze im Norden Polens informiert worden, fügte er hinzu. (Quelle: AFP)
03.11.2026 15:06 Uhr
Merz ruft Europäer zur weiteren Hilfe für die Ukraine auf
Bundeskanzler Friedrich Merz hat die europäischen Partner zur weiteren Hilfe für die Ukraine aufgerufen. Deutschland setze seine Unterstützung unverändert fort, sagte der CDU-Chef in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Berlin. Merz zufolge soll es am 19. November in Berlin ein Treffen der als “Koalition der Willigen” bezeichneten Ukraine-Unterstützer geben. Man habe sich in der Nato auf eine militärische Ukraine-Unterstützung von 70 Milliarden Euro für das Jahr 2026 verständigt, sagte er. ZUvor hatte Merz Selenskyj im Kanzleramt mit militärischen Ehren empfangen. (Quelle: dpa/AFP)
03.11.2026 09:08 Uhr
Militärübung zur Vorbereitung einer Ukraine-Schutztruppe geplant
Mehrere europäische Unterstützerländer der Ukraine wollen ab kommenden Montag eine Militärübung in Polen abhalten. Beteiligt sind nach französischen und britischen Angaben rund 2.800 Soldaten aus zehn Nationen, darunter auch Deutschland. Die Übung dient zur Vorbereitung einer multinationalen Schutztruppe in der Ukraine.
Großbritannien und Frankreich leiten die Übung, die bis zum 22. November laufen soll. Das Manöver der Ukraine-Verbündeten war bereits zuvor angekündigt worden, zunächst aber ohne genauere Details. Die Bundeswehr wird sich nach eigenen Angaben mit rund zehn Stabsoffizieren, Tankflugzeugen und Logistik beteiligen. (Quelle: dpa)
03.11.2026 09:05 Uhr
Ukrainischer Präsident Selenskyj heute zu Gesprächen in Berlin
Vor neuen Gesprächen zwischen Russland und der Ukraine über ein Ende des Krieges besucht der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj Berlin. Bundeskanzler Friedrich Merz empfing ihn am Mittag am Kanzleramt. Er wolle mit Merz auch über die ukrainische Flugabwehr und Hilfen für die angeschlagene Energieversorgung sprechen, teilte Selenskyj auf der Plattform X mit. Der Besuch war aus Sicherheitsgründen vorher nicht angekündigt worden. (Quelle: dpa)
03.11.2026 09:00 Uhr
Nach russischen Angriffen erneut Stromausfälle in der Ukraine
Russische Angriffe auf die ukrainische Energie-Infrastruktur haben nach Angaben der Behörden in Teilen des Landes erneut zu massiven Stromausfällen geführt. In der nördlichen Region Schytomyr waren am Morgen mehr als 180.000 Haushalte ohne Strom, wie Gouverneur Witalij Bunetschko mitteilte. Betroffen seien rund 130 Ortschaften.
In der südlichen Region Odessa kam es zu Notabschaltungen, nachdem dort ein Angriff eine Anlage des privaten Energieversorgers DTEK schwer beschädigt hatte. Nach Angaben des Unternehmens war die Anlage in den vergangenen zwei Monaten wiederholt unter Beschuss geraten. Die Reparaturarbeiten würden voraussichtlich länger dauern. (Quelle: Reuters)
03.11.2026 08:00 Uhr
Mehr als 60 Verletzte nach russischem Angriff auf Krankenhaus in Charkiw
Bei einem russischen Angriff auf ein Krankenhaus in Charkiw sind nach ukrainischen Behördenangaben mehr als 60 Menschen verletzt worden. Das teilte der Gouverneur des ostukrainischen Gebietes, Oleh Synjehubow, auf der Plattform Telegram mit. 226 Patienten müssten in andere Einrichtungen verlegt werden. Am Krankenhausgebäude und umliegenden Häusern wurden Behördenangaben zufolge bei den Explosionen rund 1.000 Fenster beschädigt.
Bürgermeister Ihor Terechow hatte in der Nacht zuvor gewarnt, Russland greife die Stadt mit ballistischen Raketen und Gleitbomben an. Charkiw ist nach Kiew die zweitgrößte Stadt der Ukraine und liegt nahe der russischen Grenze und der Frontlinie. (Quelle: dpa)
03.11.2026 07:12 Uhr
Angriffe auf Energie- und Industrieanlagen in Russland und der Ukraine
Russland hat in der Nacht nach eigenen Angaben erneut massiv ukrainische Energieanlagen und Hafeninfrastruktur attackiert. Getroffen worden seien Anlagen in der westlichen Region Winnyzja sowie in den östlichen Regionen Dnipropetrowsk und Charkiw, meldete die Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf das russische Verteidigungsministerium. Zudem seien Hafeninfrastruktur in der südlichen Schwarzmeer-Region Odessa und militärisch genutzte Schiffe angegriffen worden.
Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf Russland ist nach Angaben der örtlichen Behörden eine Ölraffinerie in der Großstadt Jaroslawl beschädigt worden. Zwei Mitarbeiter seien dabei verletzt worden, teilte der Gouverneur der Region, Michail Jewrajew, mit. Auf dem Gelände sei ein Feuer ausgebrochen. Jaroslawl liegt etwa 250 Kilometer nordöstlich von Moskau. (Quelle: Reuters)
03.11.2026 05:18 Uhr
Selenskyj: Hackerattacke auf russische Warn-App war Gegenangriff
Der Hack der russischen Warn-App für Luftangriffe war nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj ein Gegenangriff. “Sie haben unser System angegriffen. Das war ein Cyberangriff”, sagte Selenskyj dem US-Sender PBS. Natürlich habe sich die Ukraine dagegen gewehrt.
Am späten Sonntagabend war zunächst die ukrainische App “Air Alert” gehackt worden, woraufhin die Bürger unter anderem gefälschte Warnungen vor angeblichen Atomangriffen auf ihren Mobiltelefonen erhielten. Wenige Stunden später wurde die App des russischen Zivilschutzes gehackt und versandte ebenfalls falsche Warnmeldungen. (Quelle: dpa)

Ein Screenshot der ukrainischen Warnmeldungen, die nach einem Hackerangriff verbreitet wurden.
03.11.2026 01:32 Uhr
Witkoff kündigt Gespräche mit Russland und Ukraine in der kommenden Woche an
Vertreter der Ukraine, Russlands und der USA werden dem US-Sondergesandten Steve Witkoff zufolge zu Verhandlungen über ein mögliches Kriegsende zusammenkommen. Witkoff teilte über den Onlinedienst X mit, die Gespräche fänden am Dienstag und Mittwoch kommender Woche im Golfemirat Abu Dhabi statt. Die USA würden die “Verhandlungen auf Arbeitsebene” zwischen der Ukraine und Russland moderieren.
In den Treffen soll es laut Witkoff um Sicherheitsvereinbarungen für die Ukraine, Deeskalation, humanitäre Hilfe sowie “weitere Schritte auf dem Weg zum Frieden” gehen. Zuvor fänden Gespräche in Brüssel mit EU- und Nato-Vertretern über Sicherheitgarantien für die Ukraine statt. In dem Dreierformat USA, Russland und Ukraine hatte es zuletzt im Februar in Genf Verhandlungen gegeben, davor zweimal in Abu Dhabi. Konkrete Fortschritte erzielten die Länder dabei aber nicht. (Quelle: dpa, AFP)
03.11.2026 00:48 Uhr
Entwarnung nach unbekanntem Flugobjekt im lettischen Luftraum
Das lettische Militär hat seine ursprüngliche Warnung wegen eines unbekannten Flugobjekts aufgehoben. Das Objekt sei vermutlich auf lettischem Boden in einem Gebiet nahe der russischen Grenze niedergegangen, teilte die lettische Armee mit. Zuvor hatte sie die Bevölkerung aufgefordert, sich in Sicherheit zu bringen. “Es besteht eine Bedrohung im lettischen Luftraum”, hieß es in einer Mitteilung. Kampfflugzeuge der Nato seien zur Luftraumüberwachung aufgestiegen. Die Bewohner zweier Regionen waren aufgefordert worden, in geschlossenen Räumen Schutz zu suchen.
Ukrainische Militärdrohnen sind bei Angriffen auf russische Ölhäfen in der Ostsee bereits mehrmals in den Luftraum von Finnland, Estland, Lettland und Litauen eingedrungen. Einige der Drohnen hatten dabei ihre Ziele verfehlt und Alarm in den Nachbarländern ausgelöst. (Quelle: Reuters)
02.11.2026 23:59 Uhr
Ukraine-News am Montag, 2. November 2026
02.11.2026 22:16 Uhr
Update: Zahl der Toten in Saporischschja gestiegen
Bei den russischen Angriffen auf das Dorf Komyschuwacha in der Region Saporischschja sind örtlichen Behörden zufolge mindestens 26 Menschen getötet worden. Zuvor waren lediglich 18 Todesopfer bekannt. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erhob den Vorwurf eines gezielten Bombardements. “Russland konnte nicht entgangen sein, dass die in Komyschuwacha verbliebenen Einwohner jede Woche eben dort humanitäre Hilfe erhalten”, schrieb der Präsident. (Quelle: dpa, AFP)
Video:
26 Tote nach russischen Luftangriffen auf Region Saporischschja (1 Min)
02.11.2026 18:35 Uhr
18 Tote bei Luftangriff auf Saporischschja
Bei einem russischen Luftangriff in dem ukrainischen Dorf Komyschuwacha in der Region Saporischschja sind nach Regierungsangaben mindestens 18 Menschen ums Leben gekommen. Dies sei bei der Ausgabe von humanitärer Hilfe in einer Schule geschehen, teilte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bei Telegram sowie auf der Plattform X mit. (Quelle: dpa)
02.11.2026 17:01 Uhr
Russland aus europäischer Anti-Folter-Konvention ausgetreten
Russland ist offiziell aus der europäischen Anti-Folter-Konvention ausgestiegen. Nach Angaben des Europarats endet damit jegliche unabhängige Überwachung russischer Gefängnisse. Das Anti-Folter-Komitee der Organisation in Straßburg kann nun nicht mehr überprüfen, wie es um den Umgang mit Gefangenen in Russland steht. Bereits im vergangenen Jahr hatte Moskau angekündigt, die Konvention verlassen zu wollen. Der Austritt wurde nun wirksam. (Quelle: dpa)
02.11.2026 13:51 Uhr
MDR-Korrespondent: Ukrainische Warn-App funktioniert wieder
Die ukrainische Luftschutz-Warn-App ist nach einem Hackerangriff wieder funktionstüchtig. Das bestätigte MDR-Korrespondent Niels Bula aus Kiew. Ihm zufolge haben die falschen Warnungen bei den meisten Menschen keine größeren Sorgen ausgelöst. Es sei relativ schnell klar gewesen, dass da wahrscheinlich irgendetwas nicht stimme. “Das hat bei sehr vielen Menschen hier eher für Erheiterung gesorgt. Es kursierten danach schon ziemlich viele Witze in den sozialen Medien darüber, auch wenn das natürlich alles einen sehr ernsten Hintergrund hat”, so Bula.
Solche digitalen Angriffe seien auch nicht unüblich, da der Krieg von Anfang an auch im Netz geführt worden sei. Einer Studie aus dem vergangenen Jahr zufolge hat sich die Zahl der Cyberangriffe auf die Ukraine seit 2022 ungefähr verdoppelt. (Quelle: MDR)
Video:
Lagerhaus in Saporischschja in Brand – Warn-Apps gehackt (1 Min)
02.11.2026 12:26 Uhr
Update: Russland und Ukraine beschuldigen sich Feuerpause in Oleschky für Truppenausbau genutzt zu haben
Russland und die Ukraine beschuldigen sich gegenseitig, die lokale Waffenruhe in der von Russland kontrollierten südukrainischen Stadt Oleschky zur Neuformierung genutzt zu haben. Zunächst hatte der ukrainische Generalstab den russischen Streitkräften vorgeworfen, während der Feuerpause in der vergangenen Woche ihre militärischen Positionen gestärkt zu haben. Der russische Präsidialamtssprecher Dmitri Peskow erklärte dazu vor Journalisten, es sei davon auszugehen, dass auch die ukrainischen Streitkräfte diese Zeit genutzt hätten, um sich neu zu formieren. Dies sei in solchen Situationen gängige Praxis. Über die genauen Vorgänge bei den russischen Truppen habe er keine spezifischen Informationen. Die unter anderem von der US-First-Lady Melania Trump und Papst Leo vermittelte Feuerpause war am Sonntagabend ausgelaufen. Sie sollte Hilfslieferungen und die Evakuierung von Zivilisten aus der von Russland kontrollierten Frontstadt ermöglichen. (Quelle: Reuters)
02.11.2026 10:51 Uhr
Positive Bilanz für ukrainischen Armeechef Mychajlo Drapatyj nach 100 Tagen
Nach 100 Tagen im Amt lässt sich für den neuen Oberbefehlshaber der ukrainischen Streitkräfte, Mychajlo Drapatyj, eine positive Bilanz ziehen, sagt ARD-Korrespondent Florian Kellermann. Beobachter lobten den 43-Jährigen unter anderem dafür, dass es weniger Mikromanagement und mehr Verantwortung auf unteren Ebenen gebe. Drapatyj habe zudem die Armee im Donbass, auch Donezkbecken genannt, umstrukturiert. Dort gelang Kellermann zufolge ein lokaler Vorstoß im Norden des Gebiets.
Mit der sogenannten Operation Vivaldi habe die Ukraine die Pläne der russischen Armee durchkreuzt, die Städte Slowjansk und Kramatorsk von Norden her zu umfassen. Auch insgesamt sei es Russland seit Drapatyjs Amtseinführung nicht gelungen, mehr Gelände zu erobern als durch die Ukraine befreit wurde. (Quelle: ARD)
02.11.2026 07:04 Uhr
Russischer Angriff auf Frachtschiff in Odessa
Das russische Militär hat nach eigenen Angaben eine militärische Einrichtung in der ukrainischen Region Odessa angegriffen. Zudem sei ein für militärische Zwecke genutztes Frachtschiff getroffen worden, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Das Schiff habe sich 58 Kilometer südlich der Hafenstadt am Schwarzen Meer befunden. Unabhängig davon erklärte ein Behördenvertreter in Odessa ebenfalls auf Telegram, bei einem russischen Angriff seien vier Menschen verletzt worden. (Quelle: Reuters)
02.11.2026 03:08 Uhr
Auch russische Katastrophenschutz-App angegriffen
Nach der Ukraine hat auch Russland einen Hackerangriff auf seine Warn-App gemeldet. Das russische Katastrophenschutzministerium teilte auf Telegram mit, über die Anwendung seien Falschinformationen verbreitet worden. Die Schäden würden behoben. Wenige Stunden zuvor hatte die ukrainische Luftalarm-App falsche Warnungen unter anderem vor nuklearen und chemischen Angriffen angezeigt. Ob die beiden Cyberangriffe zusammenhängen, war zunächst unklar. (Quellen: AFP, dpa, Reuters)
02.11.2026 02:11 Uhr
Selenskyj nennt Bedingungen für Stopp von Raffinerieangriffen
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat einen Stopp der Angriffe auf russische Raffinerien an Bedingungen geknüpft. Entweder müsse Russland seine Angriffe auf das ukrainische Energiesystem einstellen oder die USA müssten Patriot-Raketen liefern, sagte er dem US-Sender Fox News. Konkret bot er eine einmonatige Angriffspause an, falls Washington für diesen Zeitraum entsprechende Luftabwehrsysteme bereitstelle. Die Finanzierung werde die Ukraine sicherstellen. (Quelle: AFP)
02.11.2026 01:05 Uhr
Ukraine meldet Hackerangriff auf Luftalarm-App
Die ukrainische Luftalarm-App ist nach Angaben der Luftwaffe gehackt worden und hat vorübergehend falsche Warnungen verbreitet. Für Kiew und andere Gebiete wurden unter anderem nukleare und chemische Angriffe gemeldet. Die Luftwaffe erklärte auf Telegram, es bestehe keine Strahlungsgefahr. Das Digitalministerium teilte mit, die App sei vorübergehend außer Betrieb. Andere Warnsysteme und Luftschutzsirenen funktionierten weiterhin. Die Behörden riefen dazu auf, keine Links in der App anzuklicken. (Quellen: Reuters, dpa, AFP)
02.11.2026 00:01 Uhr
Ukraine-News 45. Woche, Montag, 2. November 2026
Guten Tag! In unseren Ukraine-News halten wir Sie über die aktuellen Entwicklungen im Krieg gegen die Ukraine auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten dazu erscheinen hier im Laufe des Tages.
Ukraine-News +++ Rückblick | Hintergründe | Podcast
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