사임 후 첫 번째 인터뷰: Bärbel Bas, Merz, CDU 및 SPD와의 결산
Berlin – [–>Es ist ein 30 Minuten langer politischer Rundumschlag und eine verbitterte Abrechnung: mit Kanzler Friedrich Merz (70), mit der CDU und ihrer SPD. Die ehemalige SPD-Chefin und Ex-Arbeitsministerin Bärbel Bas (58) spricht zum ersten Mal ausführlich über ihre persönlichen und politischen Gründe für ihren Rücktritt. Das Interview wird am Montag um 21.45 Uhr auf ARD ausgestrahlt.
Der Tod ihrer vier Jahre jüngeren Stieftochter Ende September traf Bas schwer. Beide hätten „eine sehr enge Beziehung“ gehabt: „Wir waren sehr eng zusammen über viele Jahre.“ Die Begleitung im Hospiz habe ihr „ziemlich viel Kraft abgesaugt“. Und weiter: „Ich hatte den Kopf nicht frei für Dienstliches, für Politisches.“
Die Belastung ging offenbar weit über das hinaus, was nach außen sichtbar war. „Es ist schon manchmal schwer, morgens überhaupt aufzustehen, wenn man sich fragt: Wofür?“, gesteht Bas. Sie habe gewusst, um da wieder herauszukommen, brauche sie Zeit. Doch dafür sei in ihren Spitzenämtern kein Platz gewesen.
Im September ging Bas die Kraft aus
Für viele sei ihr Rücktritt überraschend gewesen. Für sie nicht: „Für mich nicht ganz so überraschend, weil ich schon im Laufe des Septembers merkte, dass mir die Kraft ausgeht.“
Dann ledert sie gegen die CDU. „Es gab ja auch immer vonseiten der verschiedenen Unionskollegen diese Angriffe, ich würde meine Arbeit nicht machen“, beschwert sich Bas. Dem Kanzler habe sie gesagt: „Das werde ich mir auch nicht mehr lange gefallen lassen.“
Für Kanzler Friedrich Merz (70) kam der Rücktritt von Bas überraschend
Die Koalitionsspitzen einschließlich Kanzler Merz hätten vereinbart, den Entwurf für die Rentenreform erst nach den Landtagswahlen Ende September vorzulegen. „Das war die Absprache“, betont Bas. „Und das wussten auch alle, dass das im Oktober kommt, das Paket. Und trotzdem wurde jeden Tag gesagt: ‚Sie legt nichts vor, sie hätte das schon im Sommer machen sollen’.“
Besonders CDU-Mann Christian von Stetten (56) habe mit seinen Rücktrittsforderungen eine Grenze überschritten: „Sowas sagt man nicht als Koalitionspartner über eine eigene Ministerin.“ Ihr Vorwurf: „Da wurde eine Kampagne gefahren, die am Ende heißt: Die SPD blockiert.“
Besonders sauer ist Bas auf CDU-Mann Christian von Stetten (56)
Dann rechnet sie mit Merz ab. Obwohl er über ihre private Situation informiert gewesen sei, hätten seine Zusicherungen offenbar wenig bewirkt. „Er hat mir signalisiert, ich soll mir die Zeit nehmen, die ich brauche.“ Bas erklärt, dass sie sich beim Kanzler auch über die Angriffe aus der CDU beschwert habe: „Er hat mir auch versichert, er kümmert sich. Es hat aber keinen Anklang gefunden.“
Bas wäre auch ohne CDU-Kritik zurückgetreten
Allerdings räumt Bas ein, dass sie aus persönlichen Gründen „wahrscheinlich“ auch ohne die öffentliche Kritik des Koalitionspartners zurückgetreten wäre.
Doch nicht nur die Union ließ sie nach eigener Einschätzung im Stich. Auch aus der SPD habe sie zu wenig Rückendeckung bekommen: „Auch aus meiner Partei hätte ich mir manchmal mehr Unterstützung gewünscht. Die Kritik aus den eigenen Reihen, die kam ja auch schon über die Sommerpause.“